US-Anleihen unter Druck nach Herabstufung der US-Bonität

US-Staatsanleihen sind am Montag mit Kursverlusten in die Handelswoche gestartet. Eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA durch die Ratingagentur Moody’s bremste die Nachfrage nach amerikanischen Staatspapieren, während es mit den Renditen nach oben ging. Der Terminkontrakt für zehnjährige Papiere (T-Note-Future) fiel um 0,48 Prozent auf 109,80 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe stieg im Gegenzug auf 4,52 Prozent.

Am Freitagabend hatte die Ratingagentur Moody’ den USA die Spitzenbewertung “Aaa” entzogen und die Kreditwürdigkeit eine Stufe tiefer auf “Aa1” gesetzt. Die Abstufung gehe auf den Anstieg der Staatsschulden und der Kosten für ihre Bedienung über mehr als ein Jahrzehnt zurück, argumentierte Moody’s.

Bereits in den vergangenen Monaten waren die US-Renditen gestiegen, was nach Einschätzung des Anleiheexperten Benoit Anne von MFS Investment Management auf die erhöhte Unsicherheit aufgrund der Zollpolitik und des damit verbundenen Vertrauensverlustes zurückzuführen ist. “Kurzfristig kann die Herabstufung bewirken, dass internationale Anleger weniger Interesse an US-Anlagen haben”, sagte der Experte.

In der langen Laufzeit von 30 Jahren stieg die Rendite für US-Anleihen zeitweise bis auf 5,03 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Herbst 2023. (dpa-AFX/cw)

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