Weniger als 17.000 Apotheken in Deutschland – Umsatzplus 2024

Die Zahl der Apotheken in Deutschland sinkt weiter und ist jetzt unter die Marke von 17.000 gefallen.
Die Zahl der Apotheken in Deutschland sinkt weiter und ist jetzt unter die Marke von 17.000 gefallen. Foto: Marcus Brandt/dpa

Die Zahl der Apotheken in Deutschland schrumpft weiter und liegt jetzt unter der Marke von 17.000. Ende März gab es bundesweit noch 16.908 Apotheken, wie der Deutsche Apothekerverband in Berlin mitteilte. Das waren 133 weniger als Ende 2024 mit 17.041 Betriebsstätten. Erfasst werden jeweils Hauptapotheken und Filialen, von denen bis zu drei betrieben werden können. Die Zahl der Apotheken in Deutschland sinkt seit Jahren. Zu den Gründen zählen Kostendruck und Probleme bei der Nachfolgesuche.

“Lage unverändert angespannt”

Der Verbandsvorsitzende Hans-Peter Hubmann sagte: “Die Lage in den Apotheken ist unverändert angespannt.” Es könne nicht so weitergehen, dass immer mehr Apotheken schließen müssten. Union und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag Stabilisierungsmaßnahmen für die Branche vereinbart, zu denen auch Verbesserungen bei der Vergütung gehören sollen.

Der Nettoumsatz der Apotheken stieg nach Verbandsangaben 2024 auf 70,4 Milliarden Euro nach 66,4 Milliarden im Jahr zuvor. Eine durchschnittliche Apotheke kam demnach auf 3,7 Millionen Euro Umsatz und ein Ergebnis vor Steuern und Altersvorsorge von 162.073 Euro nach zuvor 147.879 Euro. Der Verband erläuterte, dies sei ein nominaler Anstieg – um Inflationseffekte bereinigt, habe sich das Ergebnis aber seit 20 Jahren kaum verändert. (dpa-AFX/cw)

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