WHO-Pandemievertrag angenommen

Im Vertrag festgehalten: Die WHO kann keinen Impfzwang oder Lockdowns anordnen.
Im Vertrag festgehalten: Die WHO kann keinen Impfzwang oder Lockdowns anordnen. Foto: Magali Girardin/KEYSTONE/dpa
Chaotische Zustände wie bei der Corona-Pandemie sollen sich nicht wiederholen. Die WHO-Mitgliedsländer haben sich jetzt auf einen Pandemievertrag geeinigt.

Die Mitgliedsländer der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben den Pandemievertrag angenommen. Damit soll Panik und Chaos wie während der Corona-Pandemie im Fall einer neuen großen Gesundheitsnotlage verhindert werden. Bei ihrer Jahresversammlung nahmen die Delegationen der Mitgliedsländer ohne Abstimmung den Vertrag an. Der Konferenzvorsitzende fragte, ob es Vorbehalte gebe. Als sich niemand meldete, erklärte er den Vertrag für angenommen.

Er regelt unter anderem eine geordnete Beschaffung von Schutzmaterial im Fall einer Pandemie, bessere Überwachung von Krankheiten bei Tieren und Menschen, einen Technologietransfer, so dass auch in ärmeren Ländern Medikamente und Impfstoffe produziert werden können. Ein neues System soll zudem sicherstellen, dass Impfstoffe zügig produziert und ärmere Länder fair mit Impfstoffen versorgt werden. Details dafür müssen noch ausgehandelt werden.

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