Mit einer exklusiven Vernissage der Jubiläumsausstellung „Die Welt zu Gast in München“ feierte das Mandarin Oriental in München am vergangenen Dienstag sein 25-jähriges Bestehen – und gleichzeitig fünf Jahre Zusammenarbeit mit der Kunstberaterin Sonja Lechner. Geladene Gäste aus Kunst- und Kulturszene erlebten einen Abend, der Kunstgenuss und kulinarische Highlights vereinte.
Seit einigen Jahren sorgt Sonja Lechner mit ihrem Unternehmen Kunstkonnex dafür, dass in jedem Zimmer und jeder Suite der Münchener Dependance von Mandarin Oriental Originale des Künstlers Felix Rehfeld hängen. Zudem organisiert sie dreimal im Jahr Kunstausstellungen in der Lobby. „Ich liebe dieses Format“, sagt die Kuratorin. Denn so erreichen die Ausstellungen nicht nur Gäste der Vernissage, sondern auch Kunstsammler aus aller Welt, die im Hotel übernachten.
Normalerweise präsentiert das Hotel junge, aufstrebende Künstlerinnen und Künstler. Doch zum Jubiläum sollte es etwas Besonderes sein. „Wir wollten München als Kunststadt würdigen und haben daher eine Ausstellung mit Meisterwerken des frühen 20. Jahrhunderts organisiert“, erklärte Hoteldirektor Marc Epper. Möglich wurde das durch die Zusammenarbeit mit Alexander Kunkel, dessen Galerie Kunkel Fine Art auf diese Epoche spezialisiert ist.
Bis zum 15. Juni sind nun Werke berühmter Künstler wie Franz von Stuck, Gabriele Münter, Alexej von Jawlensky, Gabriel von Max, Thomas Theodor Heine und Olaf Gulbransson im Mandarin Oriental zu sehen – frei zugänglich für Hotelgäste und die Münchner Öffentlichkeit.
Diese Künstler stehen für unterschiedliche Stilrichtungen und Epochen, doch viele von ihnen waren eng mit München verbunden. Die 1892 gegründete Münchener Secession war ein bedeutender Schritt in die Moderne und beeinflusste Impressionismus, Jugendstil und Symbolismus. Franz von Stuck und Gabriel von Max gehörten zu den Gründern dieser Bewegung, während Münter und Jawlensky als zentrale Figuren des Expressionismus („Der Blaue Reiter“) bekannt wurden. Olaf Gulbransson hingegen prägte die Satirekunst. Ihre Wege kreuzten sich in München – eine Stadt, die schon damals ein Zentrum der Kunst war und es bis heute geblieben ist.
Zahlreiche rote Punkte neben den Werken zeigten, dass nicht nur junge Kunst gefragt ist, sondern auch die Meisterwerke, die Münchens Ruf als Kunststadt mitbegründeten, weiterhin großes Sammlerinteresse finden.


Links: Hotel Mandarin Oriental © ABR-Pictures / Frank Rollitz; rechts: Franz von Stuck „Pan um 1895“


Links: Franz von Stuck „Prometheus 1926“, rechts: Gabriele Münter „Aus Schwabing“ (1910)


Links: Die Sponsorin der Vernissage, Margot Esser (Pharmos Natur); rechts: Adalbert Prinz von Preußen und Eva-Maria Prinzessin von Preußen


Links: Juana Schwan und Andreas Freiherr von Maltzan; rechts: Hermine Prinzessin zu Salm-Salm und Gerhard Wörl
Alle Fotos: ©ABR-Pictures / Frank Rollitz