Abgabe einer Steuererklärung lohnt!

Wohin nur mit den Belegen? Steuerlich relevante Unterlagen werden am besten schon unterjährig sinnvoll abgeheftet.
Frau sortiert Belege für die Steuererklärung Foto: Benjamin Nolte/dpa-tmn

Der WISO-Steuer-Report 2025 ist da – mit spannenden, informativen und teils skurrilen Fakten rund um die Einkommensteuererklärung. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Abgabe einer Steuererklärung lohnt. Den ein oder anderen Steuerzahler motiviert das sogar dazu, noch in der Neujahrsnacht eine Steuererklärung abzugeben.

Rund 7,2 Milliarden Euro gab es vom Staat zurück

84,97 Prozent der Steuerzahler erhalten eine Rückzahlung ihrer zu viel gezahlten Einkommenssteuern vom Finanzamt. Das sind rund zwei Prozent mehr als im Steuerjahr zuvor. Pro Erklärung gab es durchschnittlich 1.674 Euro zurück. Insgesamt lag die Steuererstattung für das Jahr 2023 bei 7,2 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor lag die Gesamterstattung bei rund 6,8 Milliarden Euro.

Das Bundesland Hessen ist, wie auch im vergangenen Jahr, Spitzenreiter: Dort gab es mit durchschnittlich 1.743,09 Euro die höchste Erstattung. In Sachsen-Anhalt gab es mit durchschnittlich 1.249,92 Euro die bundesweit geringste Steuererstattung.

…4, 3, 2, 1 – Prost Steuererklärung!

Die einen begrüßen das neue Jahr, die anderen erklären das alte Jahr. Die erste Steuererklärung im Jahr 2024 für das Jahr 2023 wurde exakt am 1.1.2024 um 00:01:09 Uhr beim Finanzamt Bruchsal elektronisch abgegeben.

Das Finanzamt Herne belegt wieder Platz 1

Wie auch im Vorjahr gewann das Wettrennen um den Titel des schnellsten Finanzamts das Finanzamt Herne: Dort warten die örtlichen Bürgerinnen und Bürger durchschnittlich nur rund 28 Tage auf den Steuerbescheid.

Bundesweit warteten die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler rund 41 Tage auf ihren Bescheid. Das sind zwei Tage weniger als noch im Jahr davor.

Heute mal das tun, was einem am meisten Spaß macht… die Steuererklärung

Der Tag, an dem die meisten Steuererklärungen abgegeben wurden, war der 1. September 2024. Übrigens: Am 24. Dezember 2024 wurden, das liegt nahe, die wenigsten Steuererklärungen eingereicht. 

Home-Office-Pauschale wird weniger genutzt

33 Prozent aller Arbeitnehmer haben für das Steuerjahr 2023 die Home-Office-Pauschale angesetzt. Im Jahr zuvor waren es noch rund 37 Prozent. Auch das Arbeitszimmer scheint an Beliebtheit einzubüßen. So waren es nur rund acht Prozent der Steuerzahler und Steuerzahlerinnen, die ein solches Zimmer angegeben haben. Im Jahr zuvor waren es noch rund 13 Prozent. An durchschnittlich 82 Tagen im Jahr 2023 wurde das Home-Office abgesetzt, das sind rund fünf Tage weniger als im Vorjahr.

„Über sieben Milliarden Euro Steuererstattung! Diese Zahl zeigt so deutlich wie nie zuvor, dass sich eine Steuererklärung lohnt – und zwar auch für all jene, die weder eine Abgabepflicht haben, noch zuvor jemals eine Erklärung abgegeben haben. Die Steuererklärungsprogramme sind einfach und intuitiv zu bedienen, stellen Fragen an der richtigen Stelle und helfen mit verständlichen Tipps – ich möchte jedem nur ans Herz legen, sich für dieses Jahr eine Steuererklärung vorzunehmen, denn es kann sich finanziell sehr lohnen”, sagt Peter Schmitz, Geschäftsführer von WISO Steuer.

Mehr Informationen zur Grundgesamtheit 

Grundlage des Reports sind mehr als 700.000 mit WISO Steuer für das Jahr 2023 eingereichte Steuererklärungen, für die bereits ein Steuerbescheid vorliegt. Von diesen Steuerzahlern waren 43,77 Prozent verheiratet, 42,77 Prozent ledig, 7,6 Prozent geschieden, 0,64 Prozent befanden sich in einer gleichgeschlechtlichen Ehe bzw. in einer Lebenspartnerschaft und 5,22 Prozent waren verwitwet.

Die Steuerklassen teilten sich wie folgt auf: Steuerklasse I: 39,68 Prozent, Steuerklasse IV: 29,97 Prozent, Steuerklasse III: 14,49 Prozent, Steuerklasse V: 9,66 Prozent, Steuerklasse VI: 4,54 Prozent, Steuerklasse II: 1,61 Prozent und Steuerklasse 0: 0,05 Prozent.

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