Ärger um Sexpuppen: Frankreich droht Shein

EU-Behörden werfen Shein vor, Rabatte vorzutäuschen und Kundinnen und Kunden mit Fristen unter Druck zu setzen. (Archivbild)
(Archivbild) Foto: Monika Skolimowska/dpa

PARIS (dpa-AFX) – Weil auf der Internet-Plattform Shein Sexpuppen in Kinderoptik angeboten wurden, droht Frankreichs Regierung dem Onlinehändler mit einer Zugangssperre. “Die Grenzen wurden überschritten”, sagte Frankreichs Wirtschaftsminister Roland Lescure im Sender RMC. “Wenn sich dieses Verhalten wiederholt, sind wir im Recht, den Zugang zu der Plattform Shein auf dem französischen Markt zu verbieten, und ich würde dies tun.”

Zuvor hatte die im Wirtschaftsministerium angesiedelte französische Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde DGCCRF festgestellt, dass bei Shein Sexpuppen mit kindlichem Aussehen angeboten werden. “Ihre Beschreibung und ihre Kategorisierung auf der Seite erlauben es nur schwerlich, den kinderpornografischen Charakter der Inhalte anzuzweifeln”, hatte es aus dem Ministerium geheißen. Die Justiz wurde informiert. Minister Lescure zufolge wird es Ermittlungen geben. Er betonte: “Diese furchtbaren Objekte sind illegal.”

Shein teilte kurz nach Bekanntwerden der Vorwürfe mit, dass die Produkte von der Seite genommen worden seien. Der Fall werde intern aufgearbeitet. “Wir nehmen diese Situation extrem ernst”, zitierte der Billig-Onlinehändler seinen Sprecher Quentin Ruffat auf X. “Diese Art von Inhalt ist komplett inakzeptabel und läuft allen Werten, die wir verteidigen, zuwider.” Es würden sofort Korrekturmaßnahmen getroffen.

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