Alle wollen Beute machen: «Arc Raiders»

Spinnenartige Arcs, die vom Himmel regnen, sind die Hauptgegner im Spiel.
Spinnenartige Arcs, die vom Himmel regnen, sind die Hauptgegner im Spiel. Foto: -/Embark Studios/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn) – Das Konzept ist nicht neu: Ein Charakter wird in einer Zone abgesetzt, in der es vor Feinden nur so wimmelt. Dort findet er mehr oder weniger wertvolle Beute, die er gegen die anderen Spielenden verteidigen muss, bis er sie an einem sogenannten Extraktionspunkt sichern kann. In dieses auch Extraction-Shooter genannte Genre reiht sich «Arc Raiders» ein.

Das Setting des Games ist leicht futuristisch: Spielende bewegen sich durch eine postapokalyptische Welt. Die computergesteuerten Gegner sind Roboter, die umherfliegen und in der Regel schnell und gut ausgerüstet sind. Die größere Gefahr geht jedoch meist von anderen Spielenden aus, die darauf lauern, die hart erkämpfte Beute (Loot) anderer zu rauben.

Risiko, Belohnung – und die freundliche Community

Darin liegt auch der Reiz des Spiels: Es geht darum, Risiko und Belohnung genau abzuwägen. In schwierigeren oder nur durch Rätsel betretbaren Bereichen lockt besserer Loot. Doch wer stirbt, muss unter Umständen alles zurücklassen.

Allerdings sammeln die Charaktere mit jeder Mission auch Erfahrungen, die zu neue Fähigkeiten werden können. Hinzu kommen weitere Aufgaben, für die Belohnungen winken. Darüber hinaus loben viele Spielende die freundliche Community, die in der Regel hilfsbereit und kooperativ auftritt, statt sich gegenseitig auszubooten.

Kritik an KI-Stimmen – wegen «Mittelmäßigkeit»

In den Kritiken kommt «Arc Raiders» insgesamt gut weg – wegen des polierten Spielerlebnisses und der reichlich Adrenalin hervorrufenden Spannung, die in den knappen Gefechten entsteht. Doch nicht alle Rezensenten sind überzeugt: Das Fachmedium «Eurogamer» bewertete das Spiel mit nur zwei von fünf Punkten – mit einer vieldiskutierten Begründung: Entwickler Embark Studios nutzt wie auch schon im vorherigen Projekt «The Finals» KI-generierte Stimmen für die Sprachausgabe.

Die generierten Stimmen seien «aggressiv mittelmäßig und ein Fleck auf der Spielerfahrung», schreibt «Eurogamer»-Kritiker Rick Lane. Er wertet die KI-Nutzung als nicht notwendige Sparmaßnahme und kritisiert, dass die KI-Stimmen der Geschichte widersprechen, die das Game zu erzählen versucht.

Diskussion um KI in Videospielen – und um Wertungsabzüge

Die harsche Kritik führte zu einer weitreichenden Diskussion um die Nutzung generativer KI in Videospielen sowie um die Frage, ob und wie stark Spiele deshalb geringer bewertet werden sollten.

«Arc Raiders» ist für PC, Playstation 5 und Xbox Series X/S erschienen und kostet rund 40 Euro. Es hat keine USK-Jugendfreigabe (ab 18 Jahren) und enthält optionale In-App-Käufe.

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