Die USA haben im vergangenen Jahr Aluminium im Wert von 9,5 Milliarden US-Dollar aus Kanada importiert, damit ist das Nachbarland das wichtigste Importland für die Vereinigten Staaten. Erst mit weitem Abstand auf Rang zwei der Aluminium-Lieferanten folgen die Vereinigten Arabischen Emirate mit etwa 1,1 Milliarden US-Dollar Importwert. Europäische Staaten tauchen nicht in der Top 10 der Aluminium-Handelspartner auf.
Seit dem 12. März 2025 gelten in den USA erhöhte Zölle von 25 Prozent auf Aluminium- und Stahlimporte. US-Präsident Trump begründet seine Durchführungsverordnung damit, dass übermäßige Einfuhren von Stahl und Aluminium eine Gefahr für die nationale Sicherheit darstellen würden. Außerdem will er den Markt vor “billigem” Metall, vor allem aus China, schützen.
Der Blick auf die Statista-Grafik verdeutlicht aber, wen diese Zölle besonders hart treffen werden. Laut Modellschätzungen des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel wird Kanada durch die hohen Einfuhrzölle kurzfristig rund 0,39 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes einbüßen. Aber auch an der US-Industrie wird das nicht spurlos vorbeigehen, denn rund 40 Prozent des in den USA verwendeten Aluminiums wird importiert. Eine derartig hohe Nachfrage wird nicht problemlos von der inländischen Produktion gedeckt werden können, sollten sich die Importe in der Folge der Zollerhöhung verringern. Trump schadet durch seine Entscheidung also auch seiner eigenen Wirtschaft. (Quelle: Statista/cw)
