Buch über eine Jahreszeit zum Genießen: «Wintern»

Kari Leibowitz hat ein Buch über die Vorzüge des Winters geschrieben. (Archivbild)
Kari Leibowitz hat ein Buch über die Vorzüge des Winters geschrieben. (Archivbild) Foto: Matthias Bein/dpa
Dunkel, kalt, deprimierend? Die Psychologin Kari Leibowitz widerspricht. In «Wintern» zeigt sie, wie Menschen im Norden die kalte Jahreszeit schätzen und wie auch wir den Winter neu entdecken können.

Stuttgart (dpa) – Der Winter hat einen schlechten Ruf. Viele fürchten die kalte Jahreszeit: Kaum Tageslicht, ein bleigrauer Himmel und nasskaltes Schmuddelwetter drücken aufs Gemüt und schüren Fluchtgedanken. Doch vielleicht ist der Winter auch nur eine Frage der Einstellung? 

Dieser Ansicht ist jedenfalls die amerikanische Psychologin Kari Leibowitz, die sich im Laufe ihrer Karriere an der Stanford University zu einer Art Winterexpertin entwickelt hat.

Ein Jahr in Norwegen hat ihre Einstellung geändert

Nach einem einjährigen Aufenthalt an der Universität im norwegischen Tromsø nördlich des Polarkreises änderte sie ihre negative Einstellung zum Winter radikal. In ihrem Buch «Wintern» beschreibt sie, wie Norweger und andere Bewohner nördlicher Breiten dem Winter einen besonderen Reiz verleihen.

Ob glanzvoll erleuchtete Städte, fröhliche Winterfeste, Saunafreuden, Eisbäder oder Ski- und Rodelsport, es gibt viele Möglichkeiten, den Winter angenehm zu gestalten. Leibowitz gibt auch zahlreiche Tipps, den Winter zu Hause als eine Zeit der Entspannung und des Innehaltens zu genießen. 

Das Buch enthält viele anregende Ideen, die allerdings etwas redundant vorgetragen werden. Der abschließende Gedanke, dass der Winter in Zeiten des Klimawandels auch eine bedrohte Jahreszeit ist, dürfte selbst Winterverächter nicht kaltlassen.

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