Bundesregierung: China sendet erste Entspannungssignale

BERLIN (dpa-AFX) – Im Streit um Lieferungen wichtiger Halbleiter für die deutsche Autoindustrie zeigt sich die Bundesregierung zuversichtlich. “Die jüngsten Meldungen aus China sind positive erste Signale der Entspannung”, teilte das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin auf Anfrage mit. Zuvor hatte das chinesische Handelsministerium Ausnahmen für Exporte von dringend benötigten Chips angedeutet.

“Die Bundesregierung beobachtet die Lage sehr genau”, hieß es in Berlin weiter. “Wir nehmen die Situation der betroffenen Unternehmen sehr ernst und sind zum Sachverhalt mit den Unternehmen sowie den niederländischen und europäischen Partnern in verschiedenen Formaten im Gespräch.” Eine abschließende Bewertung sei derzeit aber nicht möglich.

In Deutschland bereiten die möglichen Lieferprobleme vor allem der Automobilindustrie große Sorgen. Am Samstag hieß es nun aus Peking, man bitte Firmen, die Probleme hätten, das Ministerium zu kontaktieren. Die Behörde werde sich die Lage jener Unternehmen ansehen und Exporte zulassen, welche die entsprechenden Voraussetzungen erfüllten. Nähere Angaben machte das Ministerium aber nicht.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur setzte Nexperia die Lieferung von Vorprodukten, sogenannten Wafern, an sein chinesisches Montagewerk aus. Halbleiter-Wafer sind für die Herstellung von Chips, die in großen Mengen zum Automobilbau benötigt werden, von großer Bedeutung. China stoppte daraufhin die Ausfuhr von Nexperia-Produkten.

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