Wiesbaden (dpa) – In der deutschen Industrie mehren sich die Anzeichen für ein Ende der Krise. In den Betrieben des verarbeitenden Gewerbes ist die Produktion im November dank starker Zuwächse in der Autoindustrie überraschend weiter gestiegen.
Im Monatsvergleich legte die Fertigung um 0,8 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Dies war der dritte Anstieg in Folge. Analysten hatten hingegen einen Dämpfer erwartet und waren im Schnitt von einem Rückgang zum Oktober um 0,7 Prozent ausgegangen.
Zudem wurden die Produktionsdaten für den Vormonat nach oben revidiert. Im Oktober war die Fertigung demnach um 2,0 Prozent gestiegen. Zuvor war ein Zuwachs um 1,8 Prozent gemeldet worden.
Vor allem Zuwächse in der Automobilindustrie
«Die positive Entwicklung der Produktion im November 2025 ist maßgeblich auf die Zuwächse in der Automobilindustrie zurückzuführen», hieß es. Hier meldete das Bundesamt einen Anstieg um 7,8 Prozent im Monatsvergleich. Auch der Bereich Maschinenbau habe zum positiven Ergebnis beigetragen. Negativ habe sich ein Rückgang in der Energieerzeugung um 7,8 Prozent ausgewirkt.
Auch die Entwicklung im Jahresvergleich überraschte positiv. Hier wurde für November ein Zuwachs um 0,8 Prozent ermittelt, während Analysten mit einem Rückgang um 1,0 Prozent gerechnet hatten.
Bereits am Donnerstag waren Daten zum Auftragseingang in der Industrie überraschend stark ausgefallen, was bei Ökonomen die Hoffnung auf ein Ende der Talfahrt in der deutschen Industrie weckte.


