Welche Aktien haben den größten Kursgewinn gebracht, welche haben im vergangenen Jahr Verluste beschert? Hier sind die Tops und Flops im deutschen Leitindex.
Die zehn besten Aktien:
Platz 10: Munich Re
Die frühere Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft ist der weltgrößte Versicherer von Versicherungen. Ihr Aktienkurs legte zwischen 2. Januar 2024 und 2. Januar 2025 um 29,9 Prozent zu.
Platz 9: Deutsche Telekom
Mit dem Börsengang des T-Konzerns begann 1996 ein Aktienboom in Deutschland, der nach heftigen Kursverlusten ab der Jahrtausendwende ein jähes Ende fand. Inzwischen performt das Papier wieder – das zeigen 32,8 Prozent Plus.
Platz 8: Deutsche Bank
Das größte private Geldhaus der Bundesrepublik hat ebenso wie die Telekom an der Börse nicht immer überzeugt. 2024 schon: 34,6 Prozent legte der Kurs zu.
Platz 7: Commerzbank
Die Nummer 2 der Geldhäuser berappelte sich im vergangenen Jahr ebenfalls. Den Kurs getrieben hat vor allem die Möglichkeit einer Übernahme durch die italienische Unicredit. 46,1 Prozent Plus.
Platz 6: Heidelberg Materials
Dem Baustoffkonzern kam zugute, dass er sich schon frühzeitig aufs Ausland konzentriert hat. Der schwache deutsche Bausektor kratzt ihn daher wenig. Die Aktie legte 47,4 Prozent zu.
Platz 5: Zalando
Mit 50,9 Prozent Plus steht der Online-Modehändler aus Berlin glänzend da. Die Geschäfte laufen wieder besser. Langfristig sieht es allerdings nicht so glänzend mit der Aktie aus.
Platz 4: MTU Aero Engines
Die Münchner bauen Flugzeugmotoren, das war 2024 nicht unbedingt der Hit. Warum dann ein Kursplus von 64,9 Prozent? Immer mehr sparsamere Motoren werden künftig gefragt sein. Und vor allem bringt das Servicegeschäft viel Geld ein.
Platz 3: SAP
Europas größter Software-Konzern profitiert vom Umstieg vieler Kunden in die Cloud-basierte Datenwelt. Der Lohn: 69,4 Prozent Kurszuwachs.
Platz 2: Rheinmetall
Putins Aggression füllt die Auftragsbücher von Deutschlands führendem Rüstungskonzern. Bis 2027 sollen sich Umsatz und Profit verdoppeln. 2024 ging es um 114,1 Prozent nach oben.
Platz 1: Siemens Energy
Das Comeback der Energietechnik-Tochter von Siemens war eines der beeindruckendsten jemals. Wer vor einem Jahr auf diese Aktie gesetzt hat, fuhr einen Gewinn von 319,7 Prozent ein.
Die fünf größten Flops:
Platz 5: Porsche
Ausgerechnet der deutsche Autobauer, dessen Geschäft noch verhältnismäßig stabil läuft, zählt zu den größten Verlierern. 27,2 Prozent Minus haben die Stuttgarter Aktionärinnen und Aktionären eingebracht.
Platz 4: RWE
Energiepolitische Unsicherheiten und mögliche Änderungen beim Kohleausstieg drückten auf den Kurs des Versorgers. 30,0 Prozent verlor er übers Jahr.
Platz 3: Brenntag
Auch beim Chemikalienhändler laufen die Geschäfte schlecht, die Nachfrage aus der Industrie ist gesunken. 30,4 Prozent Minus stehen zu Buche.
Platz 2: Sartorius
Nach dem Höhenflug in Corona-Zeiten ist beim Labor- und Diagnostikausrüster die Nachfrage geschrumpft. Der Kurs büßte 35,4 Prozent ein.
Platz 1: Bayer
Die Weltwirtschaft im Allgemeinen macht der Chemiesparte zu schaffen. Im Pharmabereich floppten Medikamentenkandidaten. Und in der Agrarabteilung herrscht anhaltender Druck auf die Preise. Kurzum: Mit minus 42,6 Prozent war Bayer ein Riesen-Flop in einem fulminanten Aktienjahr.
Quelle: Finanzen.net