Frauen in Führungspositionen: KMU liegen vorn

Eine klare Kommunikation und Offenheit für Feedback der Mitarbeiter zeichnen eine gute Führungskraft aus.
Zwei Frauen arbeiten zusammen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) beschäftigen die meisten Frauen in Führungspositionen. Das ist das Ergebnis des aktuellen Leadership-Monitors von HR WORKS, einer repräsentativen Studie, für die 2.083 Beschäftigte in Unternehmen jeder Größenordnung zur Führungsstruktur bei ihrem aktuellen Arbeitgeber befragt wurden. Demnach sind 41 % der Führungspositionen in KMU weiblich. Bei Unternehmen mit 500 bis 1.000 Mitarbeitenden liegt die entsprechende Frauenquote bei 32 %, während Konzerne auf 37 % kommen. Branchenspezifisch sind der Gesundheitssektor, die Kommunikationsbranche sowie der Öffentliche Dienst die Vorreiter für weibliche Führungsarbeit. Hinterher hinken dagegen klassische Technik-Branchen wie der Maschinenbau sowie die Energiesparte.

Frauen erreichen als Führungskräfte höhere Zufriedenheitswerte als Männer

Was den Zufriedenheitsgrad der Mitarbeitenden mit ihren Führungskräften betrifft, schneiden Frauen knapp besser ab als Männer. So gibt ein Drittel der Beschäftigten mit weiblicher Führungskraft an, mit ihrer Vorgesetzten sehr zufrieden zu sein. Zum Vergleich: Mit ihren männlichen Führungskräften sind aktuell 28 % der Mitarbeitenden sehr zufrieden. Zudem interessant: Gute Führung ist offenbar keine Frage des Alters. Denn während 31 % der Mitarbeitenden, die einen Vorgesetzten aus der Gen50plus haben, mit diesem sehr zufrieden sind, sind dies auch 31 % derjenigen, die für Vorgesetzte unter 30 Jahren arbeiten.

Männer schielen deutlich öfter auf Führungsverantwortung

Sehr unterschiedlich ausgeprägt, je nach Geschlecht, ist derweil der Karrierewunsch, sich von einer Mitarbeiterrolle in eine Führungsposition zu entwickeln. Als explizites Karriereziel nennt das nur ein Fünftel der befragten Frauen. Bei den Männern möchten satte 16 % mehr diesen Karrierepfad einschlagen. Immerhin: 45 % der weiblichen Beschäftigten können sich eine Entwicklung zur Führungskraft vorstellen, wenn sie sich ergeben würde (Männer: 44 %). (Quelle: HR Works)

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