Frost und Schnee: So helfen Sie Vögeln im Garten

Wer Vögeln bei geschlossener Schneedecke etwas Gutes tun will, greift am besten zu Körner- und Fettfutter aus dem Fachhandel.
Wer Vögeln bei geschlossener Schneedecke etwas Gutes tun will, greift am besten zu Körner- und Fettfutter aus dem Fachhandel. Foto: Christoph Soeder/dpa/dpa-tmn
Mehr gefiederte Gäste im Garten? Worauf es bei Futterwahl, Hygiene und Futterstelle jetzt ankommt – Tipps von Experten.

Berlin/Hamburg (dpa/tmn) – Ist die Schneedecke geschlossen und der Boden gefroren, haben Vögel es schwerer, Nahrung zu finden. «Der seit Tagen anhaltende Frost mit Schneefall in ganz Deutschland könnte dafür sorgen, dass sich mehr Wintervögel an den Futterhäusern einfinden», so NABU-Naturschutzexperte Julian Heiermann.

Wer Vögel bei anhaltendem Schnee und Frost unterstützen will, kann mit Futterstellen im Garten oder auf dem Balkon helfen. Dabei gibt es aber ein paar Dinge zu beachten:

  • Fettreiches Futter

Am besten geeignet ist Körner- und Fettfutter aus dem Fachhandel. «Sonnenblumenkerne mögen fast alle Arten», so Heiermann. Der Frost zehrt bei Meisen, Spatzen und Co. stark an den Energiereserven. Besonders hilfreich sind dann Körner, die mit Fett gemischt sind – wie etwa in Meisenknödeln. 

Aber: Bitte nur solche ohne Plastiknetz aufhängen. Mit Pflanzenfett wie zum Beispiel Kokosfett und einer Körnermischung lassen sich solche Knödel übrigens auch ganz einfach selbst herstellen.

  • Geschütztes Futter 

Idealerweise ist der Futterspender so gebaut und angebracht, dass das Futter vor Schnee geschützt bleibt und nicht nass wird. So verdirbt es nicht so schnell und vereist nicht.

  • Wasser nicht vergessen

Nicht nur Futter, auch Wasser ist für Vögel in der kalten Jahreszeit wichtig. Die Tierschutzstiftung Vier Pfoten empfiehlt, flache Schalen bereitzustellen und das Wasser bei Frost täglich zu wechseln.

  • Futterstelle sauber halten

Da sich jetzt besonders viele Tiere an den Futterstellen einfinden, ist Hygiene umso wichtiger. «Verschmutzte Futterhäuschen oder Futterspender sind ein Nährboden für Keime und Parasiten», so Wildtierexpertin Eva Lindenschmidt von Vier Pfoten.

Am besten reinigt man sie mindestens einmal in der Woche mit heißem Wasser und einer Bürste. Feuchte Futterreste sollten täglich entfernt werden.

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