Alles wird teurer, die Kfz-Versicherung besonders. Nachdem in diesem Jahr schon rund zehn Prozent Aufschlag fällig wurden, soll es im nächsten Jahr nochmal so viel werden. Acht Tipps, welche Sparmöglichkeiten es gibt.
Die Kfz-Versicherer sind 2022 in die roten Zahlen gerutscht und machen bis heute Verluste. Dabei gibt es Unterschiede: Beim Marktführer HUK Coburg sind diese besonders hoch, da er mit niedrigen Tarifen viele Kunden angelockt hat. Konkurrent Allianz hingegen verzeichnet ein geringes Wachstum, verdient aber nach eigenen Angaben Geld in der Sparte.
Die Allianz versucht auch, mit gebrauchten Ersatzteilen Reparaturen billiger zu machen. Denn die sind der wesentliche Preistreiber in der Autoversicherung: Die Kosten für Ersatzteile und Werkstattstunden sind ordentlich in die Höhe geschnellt. Für die Reparatur eines E-Autos können laut „Süddeutscher Zeitung“ schon mal 400 Euro pro Stunde anfallen. Dazu kommen die vermehrten Schäden durch Wetterextreme. 2023 gab es laut ADAC 413.000 Schäden an Pkw durch Blitz, Hagel oder Sturm. Schäden für insgesamt 1,6 Milliarden Euro wurden dadurch verursacht. Es gibt also durchaus Gründe dafür, dass die Versicherung teurer wird.
Ein probates Mittel, Preissteigerungen abzufangen, ist der Wechsel. Bis 30. November kannst Du auf eine andere Gesellschaft umsteigen, die einen günstigeren Tarif bietet. Abgesehen davon besteht ein Sonderkündigungsrecht bei einer Beitragserhöhung ohne Leistungsanpassung, im Schadensfall oder beim Fahrzeugwechsel: Dann kannst Du unabhängig vom Datum innerhalb von vier Wochen einen neuen Vertrag abschließen.
Die Werbekampagnen der Assekuranzen laufen jedenfalls auf Hochtouren. Vergleichsportale wie Check24, Verivox oder Nafi bieten einen Überblick. Nicht vertreten ist dort aber der Onlineversicherer HUK24, der führende in Deutschland. Willst Du also die Angebote umfassend vergleichen, solltest Du Dir auch von ihm online ein Angebot ansehen.
Es gibt aber noch mehr Möglichkeiten als den Versicherungswechsel, um zu sparen. Acht Tipps dazu:
Tipp 1: Wenn Du Deine Prämie jährlich im Voraus zahlst, kannst Du laut ADAC bis zu fünf Prozent gegenüber monatlicher Zahlung sparen.
Tipp 2: Je höher die Selbstbeteiligung bei der Kasko-Versicherung ist, desto günstiger wird es. Üblich sind 150 Euro bei Teil- und 300 Euro bei Vollkasko. Durch Anhebung auf 500 Euro kann es zwölf bis 15 Prozent billiger werden.
Tipp 3: Überprüfe Deine Fahrleistung. Viele fahren weniger, als sie im Vertrag angegeben haben, weil sie im Homeoffice arbeiten oder das 49-Euro-Ticket nutzen. Je weniger Du mit dem Auto fährst, umso günstiger wird die Versicherung.
Tipp 4: Tarife mit Werkstattbindung fallen in der Regel attraktiver aus. Dabei kommt Dein Auto im Fall eines Schadens in eine Werkstatt, mit der der Versicherer einen Vertrag hat. Du kannst sie also nicht selbst aussuchen. Allerdings solltest Du darauf achten, dass diese einen kostenlosen Hol- und Bringservice anbietet sowie ein Ersatzfahrzeug. Hier sind bis zu 20 Prozent Sparpotenzial drin.
Tipp 5: Wer aus Deiner Familie nutzt das Auto noch? Je kleiner der Fahrerkreis ist, desto weniger musst Du zahlen. Eine Begrenzung bietet laut ADAC bis zu 15 Prozent Sparpotenzial.
Tipp 6: Viele Versicherer bieten Rabatte für bestimmte Berufsgruppen wie Beamte oder Angestellte im öffentlichen Dienst. Auch die Mitgliedschaft in einem Automobilclub oder ein Fahrsicherheitstraining können die Prämie reduzieren.
Tipp 7: Lohnt sich die Vollkaskoversicherung noch? Sie zahlt zwar auch, wenn Du einen Unfall verursacht hast. Das ist aber nur bei relativ neuen Fahrzeugen sinnvoll. Sie rechnet sich in der Regel während der ersten drei bis fünf Jahre. Ab dann genügt auch die deutlich günstigere Teilkasko.
Tipp 8: Seit einigen Jahren bieten Versicherer Telematik-Tarife an. Dabei wird Deine Fahrweise über eine App überwacht. Das ist Geschmackssache. Durch eine defensive Fahrweise lassen sich jedoch bis zu 30 Prozent sparen.