Globalisierung hilft Frauen in der Wirtschaft

Global gesehen verringerte sich der Abstand zwischen den Geschlechtern im vergangenen Jahr nur minimal.
Gleichstellung Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Die Globalisierung ist für die rechtliche Gleichstellung der Geschlechter weltweit förderlich, insbesondere in Entwicklungsländern. Das zeigt eine neue Studie des ifo Instituts. „Wir können zeigen, dass sich mit der Globalisierung die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern verbessert. Je mehr tatsächlich grenzüberschreitend gehandelt und kooperiert wird, desto weniger werden Frauen rechtlich diskriminiert“, sagt ifo-Forscherin Ramona Schmid.

Die Studiendaten zeigen, dass ein Anstieg des Länder-Globalisierungsindex um ein Drittel (damit wäre beispielsweise Indonesien ähnlich stark international verflochten wie die USA) die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern um rund 12 Prozent verbessern würde. Dieser Gleichstellungseffekt fällt in ärmeren Ländern am stärksten aus. Die Studie zeigt auch Effekte auf individueller Ebene. „Personen in stärker globalisierten Ländern vertreten häufiger Ansichten, die Gleichberechtigung von Frauen in Bereichen wie dem Arbeitsmarkt, der Politik und der Bildung befürworten“, sagt Schmid.

Grundlage für den Grad der Globalisierung ist der KOF Globalisierungs-Index. Dabei wird der Grad der Globalisierung nicht nur durch institutionelle Verflechtungen (z.B. internationale Handelsabkommen) erfasst, sondern auch anhand des tatsächlichen grenzüberschreitenden Austauschs von beispielsweise Waren, Kapital und Dienstleistungen. Grundlage für die rechtliche Gleichstellung ist der Women, Business and Law (WBL) Index der Weltbank. Anhand von Daten der World Value Survey zu über 300.000 Personen aus etwa 100 Ländern zeigt die Studie zudem, wie sich Globalisierung auf persönliche Einstellungen auswirkt. (Quelle: ifo)

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