Ist Meersalz gesünder als Steinsalz?

Herkunft ist Geschmackssache: Meersalz und Steinsalz unterscheiden sich kaum gesundheitlich.
Herkunft ist Geschmackssache: Meersalz und Steinsalz unterscheiden sich kaum gesundheitlich. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Meersalz – das klingt natürlich und gesund. Aber ist das wirklich so, kann Meersalz punkten gegenüber dem Steinsalz, aus dem das meiste Speisesalz besteht?

Sowohl Meer- als auch Steinsalz bestehen hauptsächlich aus Natriumchlorid. «Meersalz enthält zwar ein paar Mineralstoffe mehr, wie Magnesium oder Calcium», sagt Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern, «aber in so geringen Mengen, dass es gesundheitlich nicht ins Gewicht fällt.»

Und es steckt von Natur aus auch nicht besonders viel Jod in Meersalz. «Nur wenn “jodiertes Speisesalz” draufsteht, ist wirklich auch Jod enthalten», sagt die Ernährungsexpertin. Das gilt für Meer- und Steinsalz gleichermaßen, denn dann wurde Jod zugesetzt.

Auf jeden Fall zu jodierten Varianten greifen

«Also auf jeden Fall zu jodierten Varianten greifen», rät Daniela Krehl. Denn Jod braucht unsere Schilddrüse, um Hormone zu bilden. Wichtig ist allerdings auch, nicht zu viel Salz zu essen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt maximal sechs Gramm pro Tag.

Der Unterschied zwischen einem Speisesalz aus Meer oder Stein liegt also lediglich darin, wie es gewonnen wird. Steinsalz macht etwa 70 Prozent des weltweit produzierten Salzes aus, stammt aus Ablagerungen urzeitlicher Meere und wird tief unter der Erde abgebaut. Meersalz entsteht dagegen durch die Verdunstung von Meerwasser in flachen Becken.

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