Kongress in Berlin: Industrie will Aufholjagd im All

Das Weltall und das Unbekannte darin faszinieren den Menschen schon lange. (Archivbild)
Foto: Patrick Pleul/dpa

BERLIN (dpa-AFX) – Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hält für eine Aufholjagd zu führenden Raumfahrtnationen erheblich höhere Investitionen für nötig. Der deutsche und europäische Abstand zu den USA und China in der Raumfahrt sei in den vergangenen Jahren größer geworden – mit weitreichenden Folgen für die gesamte Industrie, warnten der Verband und die Unternehmensberatung Roland Berger in einer Studie.

Die Untersuchung wurde in Berlin zum Auftakt eines Weltraumkongresses veröffentlicht. Daran nahmen Vertretern aus Industrie, Wissenschaft und Politik teil.

Der globale Markt für weltraumgestützte Infrastruktur und Dienste werde sich 2040 vervierfachen – von heute knapp 500 Milliarden auf 2.000 Milliarden Euro, heißt es in der Studie. Für die deutsche Wirtschaft bestehe erhebliches Potenzial, “dank ihres spezialisierten Ingenieurs-Know-how, das die Raumfahrt dringend benötigt”.

Die Studie bemängelt eine jahrzehntelange Unterfinanzierung, die Folgen habe. Deutschland betreibe derzeit nur etwas mehr als 80 eigene Satelliten, die USA dagegen über 10.000 und China über 900 – “Tendenz stark steigend”.

Die Autoren weisen auf problematische Abhängigkeiten hin, etwa bei der Satellitenkommunikation. So gebe es aktuell keine deutsche oder europäische Alternative zum amerikanischen Netzwerk. Daten aus dem All seien aber unverzichtbar für Verteidigungsfähigkeit und zentrale Prozesse.

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