Die Europäische Union exportiert in die USA besonders viele Pharmaprodukte und Kraftfahrzeuge. Das zeigt die Statista-Grafik mit Eurostat-Daten. So hat die EU im Jahr 2024 etwa Kraftfahrzeuge im Wert von rund 51 Milliarden US-Dollar in die USA exportiert, während sie umgekehrt lediglich Kraftfahrzeuge im Wert von 10,7 Milliarden US-Dollar von dort importiert hat. Donald Trump nimmt diese Handelsbilanz als Missverhältnis wahr, kritisiert die EU dafür öffentlich und droht der EU mit höheren Einfuhrzöllen, unter anderem für Kraftfahrzeuge.
Die von Trump angekündigten Strafzölle könnten insbesondere im exportstarken Deutschland schweren wirtschaftlichen Schaden anrichten. So könnten nach Berechnungen des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hierzulande 300.000 Jobs verloren gehen, sollte Trump seine Zollpläne umsetzen und andere Länder mit Gegenzöllen antworten. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung.
Die EU hat heute eine entschiedene Reaktion auf die seit heute geltenden US-Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte angekündigt. Wie die Europäische Kommission am Morgen mitteilte, sollen in einem ersten Schritt von April an wieder EU-Extrazölle auf die Einfuhr US-amerikanischer Produkte wie Bourbon-Whiskey, Jeans, Motorräder, Boote und Erdnussbutter fällig werden. (Quelle: Statista/cw)
