Newsom will über Kandidatur fürs Weiße Haus nachdenken

Demokrat Newsom ist einer der schärfsten Kritiker von US-Präsident Trump. (Archivbild)
Demokrat Newsom ist einer der schärfsten Kritiker von US-Präsident Trump. (Archivbild) Foto: Steven Senne/AP/dpa

WASHINGTON (dpa-AFX) – Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom wird nach den Zwischenwahlen im kommenden Jahr nach eigener Aussage ernsthaft über eine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2028 nachdenken. Auf eine entsprechende Frage im Sender CBS News antwortete der 58-Jährige: “Ja, (…) sonst würde ich einfach lügen und das kann ich nicht.”

Newsom, der sich seit Monaten lautstark als Widersacher Trumps präsentiert, gilt schon länger als möglicher Kandidat der Demokraten für die nächste Präsidentschaftswahl. Als Gouverneur regiert er seit 2019 den bevölkerungsreichsten und wirtschaftsstärksten Bundesstaat der USA.

Kaliforniens Gouverneur parodiert Trump in sozialen Medien

Für Aufmerksamkeit sorgte Newsom auch damit, dass er Trump in den sozialen Medien parodierte. So verfasst sein Presseteam auf der Plattform X seit Monaten immer wieder Posts, die – wie so häufig bei Trump – komplett in Großbuchstaben verfasst sind und den Kommunikationsstil des Republikaners auch anderweitig imitieren.

Der kalifornische Gouverneur ist zudem ein lautstarker Kritiker der Entsendung von Soldaten der Nationalgarde durch die US-Regierung gegen den Willen demokratischer regierter Städte und Bundesstaaten. Die Westküstenmetropole Los Angeles in dem von ihm regierten Bundesstaat war im Sommer die erste Stadt, in die Trumps Regierung Nationalgardisten entsandte.

In den USA haben im Normalfall die Bundesstaaten die Kontrolle über die Reserve-Soldaten. In bestimmten Situationen kann der US-Präsident das Kommando übernehmen – etwa, wenn eine Rebellion gegen die Autorität der Regierung droht oder im Gange ist. Ein Einsatz der Nationalgardisten gegen den Widerstand eines Gouverneurs ist aber in jedem Fall eine höchst ungewöhnliche Machtdemonstration der Regierung. Kritiker werfen Trump vor, damit politische Gegner einschüchtern zu wollen.

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