Rheinmetall heimst Milliardenauftrag für Radschützenpanzer Schakal ein

DÜSSELDORF (dpa-AFX) – Der Rüstungskonzern Rheinmetall DE0007030009 sammelt dank der Aufrüstung Europas weiter dicke Aufträge ein. Für die Lieferung von 222 Radpanzern vom Typ Schakal für die deutschen und niederländischen Streitkräfte bezifferte der Konzern den eigenen Auftragswert in einer Mitteilung vom Montag auf knapp 3 Milliarden Euro. Der Gesamtauftragswert für das Gemeinschaftsunternehmen Artec von Rheinmetall und dem französisch-deutschen Panzerbauer KNDS liegt demnach bei gut 3,4 Milliarden Euro. Der Vertrag beinhaltet laut den Düsseldorfern auch ein Logistikpaket aus Ersatzteilen, Ausbildungsmitteln und Sonderwerkzeugen. Der Abruf von bis zu 248 weiteren Fahrzeugen ist als Option ebenfalls enthalten. Die Rheinmetall-Aktie legte deutlich zu.

Das Papier gewann in einem freundlichen Umfeld für Rüstungswerte 4,2 Prozent auf 1.732 Euro. Allein in diesem Jahr liegt das Kursplus damit bei 180 Prozent. In der Vorwoche hatten sich Rüstungswerte wegen der Entspannung im Krisenherd Naher Osten und wegen neuer Bemühungen um eine Lösung im Krieg Russlands gegen die Ukraine schwach entwickelt.

Der “Schakal” ist eine Kombination aus dem Fahrgestell des Radpanzers “Boxer” und dem Turm des Schützenpanzers “Puma”. Zunächst 150 Exemplare gehen an die Bundeswehr. Für das Joint Venture Artec winken laut Rheinmetall weitere Aufträge: Die Firma soll Hauptauftragnehmerin auch für die Artillerie-Radhaubitze “RCH 155” sein.

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