FRANKFURT (dpa-AFX) – Vor US-Arbeitsmarktdaten hat sich der Dax DE0008469008 am Freitag kaum bewegt. Er blieb klar über der 25.000-Punkte-Marke und notierte gegen Mittag bei 25.144 Punkten. Der deutsche Leitindex steuert damit in der ersten Handelswoche des neuen Jahres auf ein kräftiges Plus zu. Das am Vortag weiter nach oben geschraubte Rekordhoch steht bei gut 25.217 Punkten.
Der Arbeitsmarktbericht aus den USA ist für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed besonders wichtig, die Zinspolitik wiederum kann den Aktienmarkt mitunter deutlich beeinflussen.
Der MDax DE0008467416 der mittelgroßen Börsenwerte legte auf dem höchsten Niveau seit Anfang 2022 am Freitag leicht auf 32.111 Zähler zu. Dem EuroStoxx 50 EU0009658145 als Leitindex der Eurozone fehlte mit einem Zuwachs von 0,8 Prozent beim Stand von 5.951 Punkten nicht mehr viel bis zur runden 6.000er-Marke.
Insgesamt ist die Stimmung an den Aktienmärkten weiter gut, obwohl sich die geopolitische Lage zu Beginn des neuen Jahres weiter verschärft hat. “Die spektakuläre Militärintervention der USA in Venezuela wie auch die vielen weiteren geostrategischen Initiativen des US-Präsidenten, allen voran die öffentlichen Überlegungen zu Grönland, hatten keine weiteren negativen Nachwirkungen an den Finanzmärkten”, konstatiert der Chefvolkswirt der DekaBank, Ulrich Kater.
Kater erklärt die historischen Höchststände an vielen Börsenplätzen damit, dass die neue Geo-Ökonomie nicht nur Risiken mit sich bringt, sondern auch wirtschaftliche Dynamik entfacht. “Allerdings werden die Risiken, die sich aus der hohen Dynamik der Weltpolitik ergeben, zurzeit an den Märkten ausgeblendet und die positiven Wirtschaftsdaten in den Vordergrund gestellt”, räumt er ein.
Unternehmensseitig achteten die Marktteilnehmer am Freitag auf Teamviewer DE000A2YN900. Der Softwarekonzern erreichte sein Umsatzziel für 2025. Die Aktien gewannen 6,5 Prozent.
Für die Papiere des Internet-Gebrauchtwagenhändlers Auto1 DE000A2LQ884 ging es um 6,4 Prozent hoch, womit sie knapp über 30 Euro kosteten. Goldman Sachs sieht noch Luft bis 39 Euro.
Fresenius Medical Care (FMC) DE0005785802 zogen um 1,8 Prozent an. Der Dialyse-Anbieter setzt sein Aktienrückkaufprogramm beschleunigt fort. Die Aktien des Pharma- und Laborausrüsters Sartorius DE0007165631 fielen indes um 2,1 Prozent nach einer Abstufung durch RBC.
Versicherer waren erneut schwach. Morgan Stanley verwies auf das herausfordernde Branchenumfeld mit einer schwächeren Preiserneuerungsrunde. Hannover Rück DE0008402215, Munich Re DE0008430026 und Allianz DE0008404005 verloren im Dax bis zu 2 Prozent.

