Salzgitter-Chef nur mit knapper Mehrheit entlastet – Keine Aktienrückkäufe

Dämpfer für Vorstand des Stahlkonzerns Salzgitter: Auf der Hauptversammlung in Wolfsburg erteilten die Aktionäre Konzernchef Gunnar Groebler nur mit knapper Mehrheit die Entlastung. Bei der Abstimmung entfielen nur die Stimmen zu rund 56 Prozent der stimmberechtigten Aktien auf den Antrag. Alle anderen Vorstände wurden dagegen fast einstimmig mit mehr als 99,9 Prozent entlastet.

Hintergrund ist der gescheiterte Übernahmeversuch durch den größten Salzgitter-Aktionär GP Günter Papenburg, der mehr als 26 Prozent an der Salzgitter AG hält. Papenburg hatte zusammen mit TSR Recycling ein Gebot für den Stahlkonzern vorgelegt, das der Salzgitter-Vorstand im April als zu niedrig zurückgewiesen hatte. Auf der Hauptversammlung beantragte daraufhin ein Vertreter Papenburgs, über die Entlastung der Vorstandsmitglieder einzeln abzustimmen. Im Zentrum der Kritik stand vor allem Vorstandschef Groebler.

Drei Anträge fielen bei den Aktionären sogar komplett durch. Dabei ging es um die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, den Einsatz sogenannter Derivate bei solchen Aktienkäufen und die Möglichkeit, Hauptversammlungen künftig auch rein virtuell abhalten zu können. Die Aktie des Konzerns lag am Nachmittag mit 4,6 Prozent im Minus. (dpa-AFX/cw)

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