Was die Rückkehr aus der Elternzeit erleichtert

Schritt für Schritt ankommen: Der Wiedereinstieg nach der Elternzeit bringt Herausforderungen mit sich – eine gute Vorbereitung hilft, den Übergang zu erleichtern.
Schritt für Schritt ankommen: Der Wiedereinstieg nach der Elternzeit bringt Herausforderungen mit sich – eine gute Vorbereitung hilft, den Übergang zu erleichtern. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Neue Tools, neue Themen, große Erwartungen: Viele Eltern kämpfen nach der Elternzeit mit hohen Ansprüchen an sich selbst. Eine Expertin verrät, wie Sie die ersten 100 Tage im Job am besten angehen.

Wenn Mütter oder Väter nach der Elternzeit wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren, ist das oft eine Herausforderung – schließlich hat sich nicht nur privat, sondern auch beruflich oft einiges verändert.

Übertriebene Leistungsgedanken sind zu diesem Zeitpunkt auf jeden Fall Fehl am Platz. In den ersten 100 Tagen gehe es nicht darum, direkt wieder auf dem alten Leistungsniveau zu sein, schreibt Karriereberaterin Tanja Jakob in einem Blogbeitrag auf Xing.

Sie rät Eltern, sich Schritt für Schritt wieder einzufinden. Etwa, indem man sich bewusst Zeit nimmt, sich in neue Themen einzuarbeiten. Dazu können Beschäftigte zum Beispiel nach Unterlagen fragen, die helfen, aktuelle Projekte oder Veränderungen nachzuvollziehen. Gibt es neue Tools im Unternehmen, bittet man am besten um Schulungen. Je schneller man Unsicherheiten klärt, desto schneller gewinnt man wieder an Sicherheit, so die Coachin.

Klare Kommunikation – und klare Erwartungen

Zu einer gelungenen Rückkehr gehört es auch, die eigenen Erwartungen zu managen. Jakob rät, sich realistische Ziele zu setzen. Dazu sollte man sich zum Beispiel klar überlegen, was jetzt Priorität ist und was noch warten kann. Die Karriereberaterin legt allen Eltern, die in den Job zurückkehren, nahe, sich von dem Gedanken zu verabschieden, sofort alles im Griff haben zu müssen.

Wichtig sei, sich rechtzeitig an die Führungskraft zu wenden, wenn Mütter oder Väter das Gefühl haben, nach ihrer Rückkehr zu viel oder zu wenig Verantwortung zu haben. Je klarer man kommuniziert, desto besser könne man unterstützt werden. (dpa/tmn)

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