Somalia, Namibia und Simbabwe sind die weltweit am stärksten von Dürre bedrohten Länder. Das zeigt die Statista-Infografik mit Daten des Joint Research Centre der Europäischen Kommission. Die drei genannten Länder erreichen bei INFORM Risk Index alle über 9 Punkte. Viele weitere afrikanische Länder, der Irak und Afghanistan liegen ebenfalls über dem Schwellenwert von 6,9 – dieser markiert auf der Skala den Beginn der sehr starken Bedrohung durch Dürre. Deutschland liegt mit einem Wert von 1,3 im Bereich der Länder mit einem geringen Dürre-Risiko.
Dürren sind relativ schwer zu fassende Naturkatastrophen. Sie setzen schleichend ein, können großräumig auftreten und über Jahre anhalten. Auf Grund des Klimawandels werden die Risiken für Dürren und sinkende Wasserreserven auch in Europa in Zukunft weiter zunehmen. Das liegt zum einen an den steigenden Temperaturen, durch die es schon bei gleichbleibenden Niederschlägen zu mehr Trockenheit kommt. Aktuelle Forschungsarbeiten betonen, dass in der derzeitigen Dürre – anders als in vergangenen Dürren – extreme Temperaturen eine entscheidende Rolle spielen. Zum anderen verschieben sich aber durch den Klimawandel auch die Niederschlagsmuster.
„INFORM Risk“ ist ein länderübergreifender Index, der das Risiko für humanitäre Krisen und Katastrophen misst. Er kombiniert verschiedene Indikatoren zu einer Zahl (Indexwert), die zeigt, wie stark ein Land potenziell von Krisen betroffen sein kann. Die Plattform wird vom Disaster Risk Management Knowledge Centre des Europäischen Joint Research Centre betrieben. Sie dient als zentrale Ressource zur quantitativen Analyse von Risiken im Zusammenhang mit humanitären Krisen und Katastrophen. (Quelle: Statista/cw)
