In den OECD-Ländern sind die Zentralbankbestände an inländischen Staatsanleihen von 29 Prozent der gesamten ausstehenden Schulden im Jahr 2021 auf 19 Prozent im Jahr 2024 gesunken. Das zeigt die Statista-Grafik auf Basis von Daten des aktuellen OECD Global Debt Reports. Der Anteil inländischer Haushalte stieg hingegen von 5 Prozent auf 11 Prozent und der Anteil ausländischer Investoren von 29 % auf 34 %. Um das aktuelle Schuldenniveau zu halten, müssten laut OECD entweder bestehende Investoren mehr Anleihen kaufen oder neue, wahrscheinlich preissensiblere Investoren in den Markt eintreten – letzteres könnte laut OECD die Volatilität des Anleihemarktes erhöhen.
Das Volumen der Emission von Staatsanleihen von OECD-Ländern hat sich in den vergangen 10 Jahren nahezu verdoppelt. Sie stieg von 8 Billionen US-Dollar im Jahr 2014 auf 15,7 Billionen US-Dollar im Jahr 2024. Für das laufende Jahr rechnet die OECD mit einem Anstieg des Emissionsvolumens auf 17 Billionen US-Dollar. Die globalen Anleihenmärkte stehen laut OECD-Experten vor schwierigen Zeiten. Die Anleiherenditen seien in mehreren wichtigen Staatsanleihenmärkten trotz sinkender Leitzinsen gestiegen, während die Staatsverschuldung zunahm. Diese Kombination aus höheren Kosten und höherer Verschuldung berge das Risiko, die Kapazität für zukünftige Kreditaufnahmen in einer Zeit einzuschränken, in der der Investitionsbedarf größer denn je sei. (Quelle: Statista/cw)
