Dass das Weihnachtsgeschäft für den Einzelhandel eine wichtige Rolle spielt, ist kein Geheimnis. Wie sehr Wohl und Wehe von den letzten Wochen des Jahres abhängen, unterscheidet sich jedoch von Händler zu Händler deutlich. So erzielen Spielwarenhändler beispielsweise rund ein Viertel ihres Jahresumsatzes im November und Dezember. Im gesamten Einzelhandel – ohne Pkw-Handel – liegt der Anteil bei nur 18,5 Prozent.
Unsere Grafik, auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes, verdeutlicht, welche Händlerkategorien besonders stark vom Weihnachtsgeschäft profitieren. Dazu blicken wir auf das Umsatzplus, das die jeweiligen Händler im November und Dezember 2024 gegenüber dem Jahresdurchschnitt erzielen konnten. Wenig überraschend liegen dabei genau die Händlerkategorien auf den ersten Plätzen, die beliebte Weihnachtsgeschenke im Sortiment haben. So lag der Umsatz von Spielwarenhändlern im November und Dezember 2024 fast 50 Prozent über dem Jahresmittel. Auch Unterhaltungselektronik, Bücher und Bild- bzw. Tonträger erfreuen sich im Weihnachtsgeschäft großer Beliebtheit.
Weniger stark profitieren dagegen Händler, die vor allem den täglichen Bedarf abdecken, allen voran der Lebensmitteleinzelhandel. So lag dort das Umsatzplus zum Jahresende bei gerade einmal 7,6 Prozent. Ähnlich sieht es im Textilhandel aus. Kleidung ist zwar auch ein beliebtes Weihnachtsgeschenk, wird jedoch das ganze Jahr über nachgefragt. Überdurchschnittlich profitiert auch der Internet- und Versandhandel vom Weihnachtsgeschäft. Ein Umsatzplus von 28,2 Prozent zeigt, dass sich viele Deutsche in der Weihnachtszeit den Weg in die überfüllte Innenstadt sparen und stattdessen lieber von zuhause einkaufen. (Quelle: Statista/cw)




