Wie unterscheidet sich unsere heutige Ernährung zu früher?

Es könnte hilfreich sein, immer wieder verschiedenes Essen anzubieten. (Symbolbild)
Die Deutschen essen mehr Obst und Gemüse. (Symbolbild) Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Wir konsumieren heute viele Standardlebensmittel in ganz anderen Mengen als noch vor über 100 Jahren. Das zeigt ein entsprechender Vergleich auf Basis von Daten, die der Deutsche Bauernverband veröffentlicht hat. So ist der Pro-Kopf-Konsum von Brot und Kartoffeln signifikant zurückgegangen, alle anderen Lebensmittel verzeichnen hingegen ein deutliches Plus. Das trifft insbesondere auf Zitrusfrüchte zu, deren Konsum im Jahr 1900 bei lediglich zwei Kilogramm lag und gegenwärtig bei 31 Kilogramm liegt.

Insgesamt ist die Ernährung heute vielseitiger geworden. Die Deutschen essen mehr Obst und Gemüse, aber auch mehr Fleisch sowie Öle und Fette. Möglich gemacht haben dies Produktivitäts- und Ertragssteigerungen der Agrarwirtschaft, die unter anderem durch den zunehmenden Einsatz von Kunstdüngern und Maschinen realisiert worden sind.

Ernähren sich die Deutschen deswegen automatisch gesünder? Hier sind Zweifel angebracht, denn vielen Konsumenten fehlt die Zeit, um häufiger persönlich den Kochlöffel zu schwingen. Oder sie kochen einfach nicht gerne. Ein wachsender Trend sind dagegen schnelle Convenience-Produkte, die in der Regel stark verarbeitet sind und neben einem oft nicht optimalen Salz-, Zucker- und Fettgehalt auch viele Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel enthalten. Oft sind diese Produkte mehr als ein Snack für Zwischendurch, vor allem zur Zeit des Mittagessens greifen deutsche Konsumenten gerne zu Convenience-Produkten. Ein Viertel der Befragten einer Consumer Insights Umfrage hat etwa angegeben, dass Lebensmittel bequem und schnell in der Zubereitung sein müssen.

Bei den Pro-Kopf-Angaben von Milch, Butter und Käse ist zu berücksichtigen, dass die Angaben von Butter und Käse von der Quelle in Vollmilchäquivalente umgerechnete worden sind. Hierbei wird je nach Produkt ein Umrechnungsfaktor mit einer Spanne zwischen 7 und 22 zugrunde gelegt. Die Angaben für Gemüse und Salat beinhalten auch verarbeitete Lebensmittel, die ebenfalls in Rohwarenäquivalente umgerechnet worden sind. (Quelle: Statista/cw)

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