Das Volumen der Emission von Staatsanleihen von OECD-Ländern hat sich in den vergangen 10 Jahren nahezu verdoppelt. Wie die Statista-Infografik mit Daten des aktuellen OECD Global Debt Reports zeigt, stieg sie von 8 Billionen US-Dollar im Jahr 2014 auf 15,7 Billionen US-Dollar im Jahr 2024. Für das laufende Jahr rechnet die OECD mit einem Anstieg des Emissionsvolumens auf 17 Billionen US-Dollar. Auch für die Schwellen- und Entwicklungsländer weist der OECD-Report im genannten Zeitraum eine Verdopplung der neu aufgenommenen Schulden durch Anleihen aus – von 1,4 auf 2,8 Billionen US-Dollar.
Die globalen Anleihenmärkte stehen laut OECD-Experten vor schwierigen Zeiten. Die Dynamik niedriger Zinsen und der Unterstützung durch die Zentralbanken bis zum Jahr 2022 sei 2024 nicht zurückgehkehrt. Die Anleiherenditen seien in mehreren wichtigen Staatsanleihenmärkten trotz sinkender Leitzinsen gestiegen, während die Staatsverschuldung zunahm. Diese Kombination aus höheren Kosten und höherer Verschuldung berge das Risiko, die Kapazität für zukünftige Kreditaufnahmen in einer Zeit einzuschränken, in der der Investitionsbedarf größer denn je sei.
Die bisherige Kreditaufnahme, ein Erbe der Finanzkrise von 2008 und der COVID-19-Pandemie, seien in erster Linie zur Förderung der Erholung genutzt worden, wodurch viele langfristige Investitionsbedürfnisse ungedeckt geblieben seien. Gleichzeitig sei der Marktzugang für bestimmte Unternehmens- und Schwellenländeremittenten äußerst schwierig, was die Mobilisierung von Finanzmitteln erschwere. Hinzu kämen erhöhte geopolitische und makroökonomische Unsicherheiten, welche die Finanzierung von langfristigem und nachhaltigen Wachstum erschweren würde. (Quelle: Statista/cw)
