Winterwetter und Rückreisende können für Staus sorgen

Ferienende in Hessen: Rückreiseverkehr, Pendler und winterliche Straßen sorgen am Freitag für erhöhte Staugefahr – insgesamt bleibt es aber meist ruhig.
Ferienende in Hessen: Rückreiseverkehr, Pendler und winterliche Straßen sorgen am Freitag für erhöhte Staugefahr – insgesamt bleibt es aber meist ruhig. Foto: dpa-infografik GmbH/dpa-tmn
Auch am zweiten Wochenende des neuen Jahres kann es zu Staus auf den Autobahnen kommen. Die gute Nachricht: Laut Prognosen sollte es nur vereinzelt länger dauern – wo?

Berlin (dpa/tmn) – Als letztes Bundesland verabschiedet sich nun auch Hessen von den Schulferien. So dürften am kommenden Wochenende (9. bis 11. Januar) die meisten Rückreisenden hauptsächlich auf den Routen in Richtung Hessen anzutreffen sein.

Allerdings gibt es ja auch noch solche, die ungebunden von Schulferien in den Urlaub aufbrechen oder heimfahren – und so auch woanders das Verkehrsaufkommen erhöhen. Beliebt sind jetzt die Wintersportgebiete, was die entsprechenden An- und Abfahrten füllt.

Insgesamt aber rechnet der ADAC nur mit «mäßigem Reiseverkehr». So würden sich «lange und zahlreiche Staus» nicht ergeben. Allerdings ist seit Ferienende auch wieder der klassische Berufs- und Wochenendpendelverkehr am Freitagnachmittag fast voll zurück. So muss bis in den Abend hinein mit starkem Betrieb und Staugefahr gerechnet werden.

Am Samstag kommen Urlauber aus dem Winterurlaub zurück. Das dürfte laut Auto Club Europa (ACE) ab dem späten Vormittag die Heimreiserouten in Süddeutschland füllen. Mehr Ruhe sagt der ACE für den Nachmittag voraus. 

Auch am Sonntag füllen sich ab Nachmittag die Heimreiserouten. Ausflugsverkehr könne auf dem untergeordneten Straßennetz für etwas mehr Verkehr sorgen. Insgesamt geht aber auch der ACE nicht von starken Verzögerungen aus.

Staugefahr durch Baustellen, Vollsperrungen und Witterung

Länger dauern kann es im Bereich von Baustellen: Die Jahreszeit sorge zwar für weniger – der ADAC nennt aktuell rund 500 –, dennoch bleiben sie ein häufiger Grund für stockenden Verkehr und vereinzelte Staus. Auch Vollsperrungen und entsprechende Umleitungen sind ursächlich dafür, dass es mancherorts länger dauert. Zudem ist nun stets mit winterlichen Straßenverhältnissen zu rechnen, auf die sich die Autofahrer einstellen müssen.

Der ADAC erwartet auf folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):

A 1 Köln – Dortmund – Münster – Osnabrück – Bremen – Hamburg – Lübeck 
A 2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Braunschweig – Magdeburg
A 3 Oberhausen – Köln – Frankfurt/Main – Würzburg – Nürnberg sowie Passau – Linz
A 4 Heerlen/Aachen – Köln – Olpe sowie Dresden – Görlitz
A 5 Darmstadt – Heidelberg – Karlsruhe – Basel
A 6 Mannheim – Heilbronn
A 7 Hannover – Kassel – Fulda – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
A 9 Nürnberg – München
A 10 Berliner Ring 
A 12 Berlin – Frankfurt/Oder 
A 27 Bremen – Bremerhaven
A 40 Dortmund – Essen – Duisburg 
A 42 Dortmund – Kamp-Lintfort
A 59 Duisburg – Dinslaken
A 81 Singen – Stuttgart – Heilbronn
A 93 Rosenheim – Kiefersfelden
A 99 Autobahnring München

In Österreich und in der Schweiz zeigt sich laut ADAC eine mäßig angespannte Situation. Staus gebe es auf den Straßen rund um die Großstädte im Berufsverkehr und auf den Autobahnen in Richtung Wintersportorte. 

Insbesondere nennt der Autoclub in Österreich die West-, Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn sowie die Fernpass-Route, die Arlbergschnellstraße sowie die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen.

In der Schweiz müsse auf der Gotthard- und der San-Bernardino-Route, den Zufahrtsstraßen der Skigebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz mit längeren Wartezeiten gerechnet werden. Auch die Routen Bern – Zürich – St. Margarethen und Basel – Zürich – Chur sind demzufolge staugefährdet. 

Weiterhin Stauschwerpunkte auf Österreichs Autobahnen

Probleme drohen auf wichtigen Autobahnen in Österreich weiterhin durch Baustellen. Das gilt etwa für die Brennerautobahn aufgrund der Generalsanierung der Luegbrücke. Daher kann es gerade zu Stoßzeiten immer wieder zu Verzögerungen und Staus kommen. Der ADAC stellt online weitere Informationen bereit. Auch auf dem nicht mehr grundsätzlich gesperrten Reschenpass (B 180) ist weiterhin mit Behinderungen zu rechnen. 

Wartezeiten an den Grenzen sind weiter möglich

Im letzten Frühjahr wurden die Einreisekontrollen an allen deutschen Grenzen verschärft. Allerdings soll der Pendel- und Reiseverkehr laut ADAC möglichst wenig beeinträchtigt werden. Die Kontrollen seien stichprobenartig, nicht alle Fahrzeuge würden angehalten.

Dennoch kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) – zu Wartezeiten kommen.

Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Internetseite der Asfinag ansehen.

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