Wirtschaftsleistung wächst in Hälfte der Bundesländer

Wie stark die Krise vor Ort zuschlägt, hängt von der Wirtschaftsstruktur ab.
Wie stark die Krise vor Ort zuschlägt, hängt von der Wirtschaftsstruktur ab. Foto: Thomas Warnack/dpa
Hier eher Dienstleister, dort mehr Industrie – bei der Wirtschaftsstruktur fällt die Deutschlandkarte bunt aus. Manche Länder stecken Schläge daher besser weg als andere. Die Gewinner und Verlierer.

München (dpa) – Die deutsche Wirtschaftsflaute macht sich in den Bundesländern unterschiedlich stark bemerkbar. Nach Berechnungen des Ifo-Instituts stieg die Wirtschaftsleistung im dritten Vierteljahr 2025 in der Hälfte der Bundesländer, in den übrigen sank sie.

An der Spitze standen Hamburg (plus 0,6 Prozent zum Vorquartal) und Bayern (plus 0,5 Prozent). Am Ende der Liste finden sich Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz (jeweils minus 0,4 Prozent) und das Saarland (-0,6 Prozent). 

Grund für die Unterschiede sei jeweils die regionale Wirtschaftsstruktur und wie stark die Unternehmen mit dem Ausland verflochten seien, erklärte das Institut. «Die Industrie befindet sich weiterhin in einer Krise und der Strukturwandel belastet manche Bundesländer stärker als andere», sagte Studienautor Robert Lehmann. «In einigen Bundesländern gleichen jedoch Zuwächse bei Dienstleistern die konjunkturelle Schwäche der Industrie aus.»

Trotz eines leichten Wachstums im dritten Quartal rechnet das Institut für Bayern und Baden-Württemberg damit, dass im Gesamtjahr die Wirtschaft geschrumpft sein dürfte. «Im Süden der Republik machen sich vor allem die von der US-Regierung verhängten Zölle bemerkbar. Diese belasten die ohnehin angeschlagene Industrie zusätzlich», sagte Lehmann. Auf Wachstumskurs im Gesamtjahr 2025 sieht das Ifo-Institut dagegen Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen.

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