Deutschland hat im Prinzip eine gute Bargeldinfrastruktur, konstatiert der aktuelle Monatsbericht der Deutschen Bundesbank. “Rund 6.000 Gemeinden mit zusammen 80,7 Millionen Einwohner:innen sind mit mindestens einem Geldautomaten oder Bankschalter ausgestattet. 3,6 Millionen Menschen in Deutschland müssen jedoch die eigene Gemeinde verlassen, um sich bei einem Kreditinstitut mit Bargeld zu versorgen.”
Den mit Abstand wichtigste Zugangspunkt zu Bargeld stellen die über 50.000 Geldautomaten dar. Zuletzt waren sie für 78 Prozent der innerhalb eines Jahres abgehobenen Euroscheine verantwortlich. Auf Bankfilialen entfallen 13 Prozent der Abhebungen. Zum Vergleich: Anfang des vergangen Jahrzehnts waren es noch 24 Prozent. Verantwortlich für diese Entwicklung ist unter anderem ein schon länger anhaltender Trend zur Schließung von Bankfilialen. So hat sich die Anzahl der Bankstellen von circa 53.000 im Jahr 2002 auf rund 21.000 im Jahr 2023 mehr als halbiert.
Ein relativ neuer Baustein der Bargeldinfrastruktur ist die Möglichkeit, sich in Supermärkten oder anderen Geschäften an den Ladenkassen mit Bargeld zu versorgen. Machte dieses Angebot 2011 gerade einmal ein Prozent aller Bargeldabhebungen aus, ist dieser Wer zuletzt auf fast zehn Prozent gestiegen. (Quelle: Statista/cw)
