Opfer von Phishing oder Ransomware müssen in der Regel den Verlust ihrer Daten oder persönliche finanzielle Schäden in Kauf nehmen. Ganz andere Dimensionen nimmt Cyberkriminalität an, wenn sie politisch motiviert ist.
Zwischen 2000 und 2025 stammten laut Daten des European Repository of Cyber Incidents (EuRepoC) rund elf Prozent der weltweit von 800 bekannten Akteur:innen oder Gruppen durchgeführten 3.375 Cyberangriffe mit politischem Hintergrund aus Russland. Die russischen Hacker:innen haben ihre Aktivität in den vergangenen drei Jahren, im Zuge der Ukraine-Invasion deutlich hochgefahren. Zuvor machte stets China den Großteil der Cyberangriffe aus. Die Volksrepublik ist Stand 2025 für etwa 9,8 Prozent der katalogisierten Angriffe verantwortlich. Dahinter folgen Täter:innen aus dem Iran und Nordkorea (jeweils 4,4 Prozent). Damit entfiel knapp ein Drittel aller politischer Cyberkriminalität auf Akteur:innen mit traditionell anti-westlicher Ausrichtung. Mehr als die Hälfte aller Angriffe konnte keinem klaren Ursprungsland zugeordnet werden.
Etwa die Hälfte der erfassten Angriffe richtete sich laut EuRepoC-Daten gegen politische Ziele wie Parteien oder Parteimitglieder, ein Viertel der Attacken zielten auf kritische Infrastruktur ab. Dabei wurden ein Drittel der Cyberangriffe von Staaten oder dazugehörigen Gruppierungen und ein weiteres Drittel von nichtstaatlichen Akteur:innen durchgeführt. (Quelle: Statista/cw)
