Seit 2015 wurde weltweit mehr als 130-mal der Zugang zu sozialen Netzwerken und Messengern gesperrt. Laut einer Datenerhebung von Surfshark haben in den vergangenen fünf Jahren mindestens 41 Regierungen soziale Medien eingeschränkt – im Durchschnitt etwa elf Länder pro Jahr.
Wie die Statista-Grafik auf Grundlage der Surfshark-Daten zeigt, werden diese Sperren vor allem in asiatischen und afrikanischen Ländern angewendet. Seit 2015 wurden auf dem asiatischen Kontinent rund 64 Beschränkungen registriert, in Afrika waren es im gleichen Zeitraum 45 Sperren. Aber auch in Europa und Nord- und Südamerika gibt es immer wieder Regierungsentscheide, die den Zugang zu einigen sozialen Netzwerken und Messengern einschränken.
In Europa entfallen die meisten verzeichneten Sperren auf Belarus, dort wurden verschiedene Netzwerke wie Facebook, X (ehem. Twitter) oder Telegram mehrfach blockiert. Auch Montenegro hat in den letzten Jahren mindestens einmal den Zugriff auf WhatsApp unterbunden.
Die Gründe für die Social-Media-Blockaden sind dabei größtenteils politisch motiviert. Am häufigsten werden die Netzwerke laut Surfshark wegen politischer Unruhen kurzzeitig eingeschränkt, der zweithäufigste Grund sind Proteste. Nicht selten kommt es zudem vor, dass Regime soziale Netzwerke während Wahlen blockieren, um die Mobilisierung von Wählenden zu erschweren. (Quelle: Statista/cw)
