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Chrono24: Der Finanzsektor blickt auf die Wertentwicklung von Luxusuhren

Das Modell Rolex Daytona gehört zu den „Glorious 3“
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Mehr denn je beobachtet Chrono24, der Online-Marktplatz für Luxusuhren, dass die Uhren als eine Anlageklasse angesehen werden, die Finanzanalysten weltweit im Blick haben. 2022 sorgten jedoch Preiskorrekturen für Schlagzeilen.

Mehr als eine halbe Millionen Uhren stehen auf der Plattform zum Verkauf. So bietet Chrono24 einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Uhrenindustrie.

Preiskorrekturen im Luxusuhren-Markt

Vor allem im Jahr 2022 berichtete Chrono24 über Preiskorrekturen auf dem Markt für sogenannte Hype-Uhren, darunter die „Glorious 3“: die Rolex Daytona, die Patek Phillipe Nautilus und die Audemars Piguet Royal Oak. Die Modelle wurden zuvor vier bis fünf Mal über dem Marktpreis verkauft. Nun gehen sie nur noch für das Zwei- bis Dreifache des Marktpreises über die Ladentheke. Chrono24 sieht die Ursache dafür in einer Vielzahl wirtschaftlicher Faktoren wie in der Inflation und dem Krypto-Crash. Die Plattform unterstrich jedoch, dass es sich bei dieser „Marktkonsolidierung“ um ein Phänomen handelte, das speziell die „Glorious 3“-Modelle betraf. Die Entwicklung sei demnach nicht repräsentativ für den sekundären Luxusuhrenmarkt als Ganzes zu sehen. Marken der mittleren Preisklasse wie Omega, Cartier und IWC hätten ihre Werte beibehalten und seien das ganze Jahr über bemerkenswert konstant geblieben. 

Die meistverkauften Modelle

Die meistverkaufte Marke im Jahr 2022 war Rolex gefolgt von Omega, Patek Phillipe und Audemars Piguet und Breitling. Breitlings Aufstieg in die Top 5 geht einher mit den Berichten über einen bevorstehenden Börsengang des Unternehmens. Die Schweizer Uhrenmanufaktur setzte sich gegen Konkurrenten wie Cartier, JLC, Tag Heuer und Zenith durch.

Entwicklung der Marktanteile von 2021 bis 2022

Derweil verzeichneten 2022 andere Marken im Vorjahresvergleich bemerkenswerte Marktanteilzuwachse: Grand Seiko erzielte ein Plus von knapp 150 Prozent. Aufgrund der der überwältigenden Nachfrage nach ihrer Moonswatch-Kooperation mit Omega, verzeichnete Swatch sogar ein Plus von 1.344 Prozent. Mit einem Plus von knapp 155 Prozent ging es auch für Laurent Ferrier nach oben. Demgegenüber standen einige preisgünstige Marken, die 2022 im Vorjahresvergleich einen Marktanteilsverluste verbuchen mussten. So verlor Eberhard knapp 31 Prozent, Maurice Lacroix gut 28 Prozent, Rado 27 Prozent und Nomos rund 25 Prozent.

Das beliebteste Modell der Plattform im Jahr 2022 war die Rolex Datejust. Die Verkäufe legten im Vergleich zu 2021 zu. Die Kollektionen Grand Seiko Heritage und Elegance befinden sich ebenfalls im Aufwärtstrend.

Optische Trends im Uhrenverkauf

Neben den wirtschaftlichen Auswirklungen der Wertentwicklung von Uhren liefert Chrono24 außerdem Daten über ästhetische Trends und das Kaufverhalten der Verbraucher. Demnach entfielen im abgelaufenen Jahr mehr als 60 Prozent der Gesamtverkäufe auf Stahluhren. Gelbgoldgehäuse erreichten ihren Höhepunkt im Jahr 2021 (mit einem Rückgang von etwa -9 % gegenüber dem Vorjahr). Zu Beginn des Jahres 2023 verzeichnet Chrono24 außerdem einen deutlichen Anstieg an Verkäufen von Keramikuhren. Schwarze Zifferblätter waren etwa doppelt so beliebt wie blaue und machten fast 39 Prozent der Verkäufe im Jahr 2022 aus – danach folgen weiße, silberne und graue Zifferblätter. Orangefarbene Zifferblätter machten nach wie vor nur einen sehr geringen Prozentsatz der Verkäufe auf der Website aus, sind aber gegenüber 2021 um knapp 37 Prozent gestiegen. Außerdem stellte Chrono24 einen Trend zu einer größeren Vielfalt an angebotenen und gekauften Gehäusegrößen fest. Da die Nachfrage nach geschlechtsneutralen Uhrenmodellen zunimmt, dürfte der Trend anhalten.

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