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Möchtest du auch früher in Rente gehen?

Foto: peopleimages.com/AdobeStock
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Liebe Leserin, lieber Leser,

wenn ich mir meine Rentenauskunft angucke, dann komme ich ins Grübeln. Es ist wirklich nicht viel, was ich später zu erwarten habe. Reicht das für ein sorgenfreies Leben als Rentnerin? Woran ich bisher nicht gezweifelt habe: Dass ich die versicherte Rente auch bekomme. Denn egal, wie groß das Loch in der Rentenkasse sein wird: Bei den Rentnern wird nicht gekürzt. Zu viele Wähler – das würde die Regierung politisch nicht überleben.

Vielleicht liege ich mit meiner Einschätzung völlig daneben. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes INSA halten fast drei von vier Befragten (72 %) ihre Rente für unsicher! Wie sieht es bei dir aus? Vertraust du darauf, dass später mal Geld aus der gesetzlichen Rente fließt?

Die Probleme unseres Umlagesystems liegen auf der Hand. Diejenigen, die heute arbeiten, zahlen die Renten der heutigen Rentner. Schon jetzt klafft ein riesiges Finanzierungsloch in der Rentenkasse, das der Staat jährlich mit mehr als 100 Milliarden Euro stopfen muss, damit alle Ausgaben geleistet werden können. Das Loch dürfte in den kommenden zehn Jahren weiter wachsen, wenn die Babyboomer in Rente gehen.

Dazu kommt, dass die Wirtschaft unter Fachkräftemangel leidet. Nicht nur in der Rentenkasse herrscht Ebbe, auch die Kranken- und Pflegekassen schlagen Alarm, weil die Einnahmen mit den Ausgaben nicht Schritt halten.

Was tun? Die Arbeitgeber fordern, dass wir mehr und länger arbeiten. Das kommt komisch, haben die Gewerkschaften doch gerade in vielen Branchen eine Reduzierung der Arbeitszeit durchgesetzt. Tatsächlich arbeiten wir hier in Deutschland im Schnitt deutlich weniger als andere. Mit im Schnitt 25,8 Stunden bilden wir das Schlusslicht unter den 38 Mitgliedern in der OECD, in der die wichtigsten Wirtschaftsnationen weltweit vertreten sind. Gründe sind eine niedrige Wochenarbeitszeit, viel Urlaub, vor allem aber viel Arbeit in Teilzeit und natürlich eine deutlich gestiegene Lebenserwartung. Das stellt die Sozialsysteme, so wie wir sie kennen, vor große Herausforderungen.

Länger arbeiten kommt für die meisten Bundesbürger nicht in Frage. Im Gegenteil: Mehr als jeder Zweite findet, dass der Renteneintritt von 67, der erstmals für den Geburtenjahrgang 1964 gilt, wieder abgesenkt werden muss. Mich würde interessieren, wie du darüber denkst. Schreib mir deine Meinung gerne in den Kommentaren oder nimm an unserer Umfrage teil.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

Deine Birgit Wetjen

Chefredakteurin Courage

PS: Rente ist ein gutes Stichwort. In der aktuellen Ausgabe von Courage haben wir uns ausführlich mit dem Thema Rente beschäftigt. Im Geldaufmacher zeigen wir dir, wie du dir einen Überblick verschaffst, welche Förderungen es gibt und wie du deine Rente ganz einfach mit privater Vorsorge aufstocken kannst!

Müssen wir länger arbeiten, um die Rente zu sichern?
  • Ich bin der Meinung, dass auch Beamte und Selbständige in die Rentenkassen einzahlen sollten. Das würde die Rentenkassen entlasten. 52%, 17 Stimmen
    17 Stimmen 52%
    17 Stimmen - 52% aller Stimmen
  • Die Rente wird zukünftig nur noch ein Grundeinkommen liefern können. Der Großteil des Alterseinkommens sollte privat angespart werden. 33%, 11 Stimmen
    11 Stimmen 33%
    11 Stimmen - 33% aller Stimmen
  • Bei steigender Lebenserwartung führt wohl kein Weg daran vorbei. Langfristig wird das Renteneintrittsalter steigen. 15%, 5 Stimmen
    5 Stimmen 15%
    5 Stimmen - 15% aller Stimmen
Abstimmungen insgesamt: 33
19. April 2024
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Eine Antwort

  1. Mehr und länger arbeiten? Egal ob in Pflegeberufen, im Handwerk oder in Bürojobs, in Zeiten der Digitalisierung und der immer schneller fortschreitenden Technik ist es für ältere Menschen eine große Herausforderung bis 67 zu arbeiten. Ich gehöre zur Generation X und mir wurde von Freunden schon oft gesagt, dass wir die Looser Generation sind. Wir haben geschaut so früh wie möglich zu arbeiten um in die Rentenkasse einzuzahlen. Wir hatten keine Kindergrippenplätze, keine Kita, keine Vereinbarkeit von Familie und Beruf; wir haben uns abgestrampelt. Jetzt strampelt man sich ab um anderen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen (bitte nicht falsch verstehen, es ist gut, dass es die Möglichkeit gibt, darf aber nicht auf den Schultern anderer ausgetragen werden). Man strampelt sich ab, weil es keine Fachkräfte gibt und sieht kein Ende in Sicht, da der Regierung ständig was Neues einfällt. Wir werden älter und sollen länger arbeiten? Es gibt dazu andere interessante Studien, die man zur Genüge im Netz finden kann.
    Letztendlich weiß man schon lange, dass die Rentenkasse erschöpft ist. Ich bin der Meinung, dass, wenn man länger arbeiten soll, eine Lösung gefunden werden muss, ältere Arbeitnehmende im Beruf anders zu integrieren, d.h. nicht dieser Belastung weiterhin auszusetzen. Braucht man als 60 jähriger noch Leistungsbeurteilungen? Muss man als weit über 60 jährig noch so Gas geben wie mit 30? Man kann es aber so belassen, dann erreichen wir das Rentenalter gar nicht und der Rentenkasse ist auch geholfen.

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