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Wisst ihr, was die KollegInnen verdienen? Eure Meinung ist gefragt!

Foto: Avanne Troar/Adobe Stock
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Liebe Lounge-Ladies,

neulich hat mich ein LinkedIn Post von Lunia Hara berührt. Sie ist Expertin für emphatische Führung und hat die Geschichte eines Mitarbeiters geteilt, den sie im Mitarbeitergespräch vielfach gelobt, dann befördert hat.

Der junge Kollege hat sich gefreut – aber nicht nach einer Gehaltsanpassung gefragt. Woraufhin sie ihn ein zweites Mal zum Gespräch bat und nach der Ursache fragte. Er könne das nicht, sagte er sinngemäß. Und sie erklärte ihm, dass sie ihm dieses Mal noch sein Gehalt anpassen würde, danach aber nicht mehr, wenn er nicht danach fragt. Schließlich müsse eine Führungskraft für sich einstehen.

Sich selbst anpreisen oder besser: wertschätzen? Das fällt vielen schwer, vor allem Frauen. Der Gender-Pay-Gap – insbesondere die hohe Lohndifferenz in den Führungsetagen – spricht Bände. Über Geld spricht man nicht? Das ist noch immer tief in uns verankert. Die Regierung wollte mit dem Entgelttransparenzgesetz Abhilfe schaffen. Wer gleiche oder gleichwertige Arbeit leistet, wie Beschäftigte des anderen Geschlechts, darf nicht weniger verdienen als diese, heißt es in Paragraph 7. Schon seit 2017 haben Angestellte deshalb das Recht, in der Personalabteilung nach den Gehältern der Kollegen zu fragen. Allerdings nur in Unternehmen ab 200 Beschäftigten, dazu müssen mindestens sechs Kollegen die gleiche oder eine vergleichbare Tätigkeit ausüben. Und was hat das Gesetz gebracht? Bisher fast nichts. Nur schlappe vier (!) Prozent der Beschäftigten haben eine Auskunftsanfrage gestellt, so ein aktuelles Gutachten des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung der Universität Tübingen. Ernüchterndes Fazit: Die meisten Angestellten kennen ihre Rechte nicht einmal.

Wie sieht es bei Euch aus? Steht ihr für eine gerechte Bezahlung ein? Fragt ihr nach einer Gehaltserhöhung? Und wisst ihr, was die KollegInnen verdienen? Schreibt mir in die Kommentare und macht mit bei unserer Umfrage!

Ich freue mich auf den Austausch mit Euch!

Eure Birgit Wetjen, Chefredakteurin Courage

Was hältst Du vom Entgelttransparenz-Gesetz?
  • Ich kenne das Gesetz, habe aber noch nie eine Auskunftsanfrage gestellt 50%, 37 Stimmen
    37 Stimmen 50%
    37 Stimmen - 50% aller Stimmen
  • Ich habe keine Meinung 24%, 18 Stimmen
    18 Stimmen 24%
    18 Stimmen - 24% aller Stimmen
  • Ich brauche keine Gesetze, weil ich mein Gehalt selbstbewusst verhandele und regelmäßig nach einer Anpassung frage 16%, 12 Stimmen
    12 Stimmen 16%
    12 Stimmen - 16% aller Stimmen
  • Mein Betrieb ist zu klein, das Gesetz gilt nicht 7%, 5 Stimmen
    5 Stimmen 7%
    5 Stimmen - 7% aller Stimmen
  • Ich kenne das Gesetz und habe bereits eine Auskunftsanfrage gestellt 3%, 2 Stimmen
    2 Stimmen 3%
    2 Stimmen - 3% aller Stimmen
Abstimmungen insgesamt: 74
30. August 2023
Du musst eingeloggt sein, um an der Umfrage teilnehmen zu können

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2 Antworten

  1. Seien wir doch mal ehrlich: Auch ohne Gesetz tauscht man sich doch – zumindest unter befreundeten Kolleginnen oder Kollegen – über das Gehalt aus. Auch wenn man das laut Arbeitsvertrag nicht dürfte. Das heißt also, man darf den Arbeitgeber fragen, was der Kollege verdient – aber direkt ist es verboten?

  2. Hier ein Ergebnis zu einer Umfrage von „meinestadt.de“, das ganz interessant ist:
    Mehr als jede zweite Fachkraft (53 Prozent) zwischen 18 und 65 Jahren spricht mit Kolleginnen oder Kollegen nicht offen über das eigene Gehalt. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Bilendi im Auftrag des Portals «meinestadt.de» hervor.
    Für 31 Prozent von ihnen ein Grund fürs Stillschweigen: kein Interesse am Verdienst der Kolleginnen und Kollegen. 27 Prozent gaben an, dass es sich nicht gehöre, im eigenen Unternehmen über das Gehalt zu sprechen. Knapp jeder Vierte (24 Prozent) möchte nicht, dass die Kolleginnen und Kollegen das eigene Gehalt kennen. 11 Prozent derjenigen, die nicht übers Gehalt reden, würden das eigentlich gerne tun, trauen sich aber nicht.
    Und was ist mit den Befragten, die mit Kolleginnen und Kollegen offen über ihr Gehalt sprechen, das sind ja immerhin 47 Prozent?
    Über die Hälfte von ihnen (54 Prozent) will eigenen Angaben zufolge das Tabu brechen, nicht darüber sprechen zu dürfen. 24 Prozent reden darüber, weil es ihnen selbst und den anderen bei der nächsten Gehaltsverhandlung hilft.
    Würde ihr Arbeitgeber planen, alle Gehälter im Unternehmen offenzulegen, fänden das knapp zwei Drittel (65 Prozent) der befragten Fachkräfte gut.

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